TSV Worphausen

Der Verein für alle Generationen

TSV Worphausen e.V.
Querreihe 13
28865 Lilienthal
Telefon: 04792 / 95 22 45
E-Mail: geschaeftsstelle@ tsvworphausen.de

Geschäftszeiten:
Montag von 19:30 - 20:30 Uhr

nächste Termine

Di Nov 21 @20:00 - 21:00
Fitnessgymnastik
Do Nov 23 @20:00 - 21:00
Movedo
Di Nov 28 @20:00 - 21:00
Fitnessgymnastik
Sa Dez 02 @08:00 -
Altpapiersammlung

Suche

Einspruch zurückgezogen

Der SV Vorwärts Buschhausen und der FC Worpswede können von Glück reden, dass ihnen Unannehmlichkeiten in der Herbstserie durch Sportgerichte erspart geblieben sind. Die beiden Fußball-Vereine setzten in der ersten Saisonhälfte mit Mustafa Ölge (Buschhausen) und Masum Eti (Worpswede) Neuzugänge ein, die nach Ablauf der Abmeldefrist im Juli 2012 für ihren Ex-Klub Barisspor noch in einem Freundschaftsspiel mitgewirkt hatten.


Landkreis Osterholz. Angelegenheiten mit Spielpässen im Fußball können eine komplizierte Sache sein. Normalerweise müssen sich Spieler, die sich in der ersten Wechselperiode (Sommerpause) einem neuen Verein anschließen, bis zum 30. Juni des Jahres beim alten Verein abmelden. Der Einsatz in einem Spiel ist nach dem 30. Juni nur noch in Ausnahmefällen möglich, zum Beispiel in einem Entscheidungs- oder Pokalspiel. 
Bei Barisspor haben sie nach Einsätzen der Spieler im Juli das Abmeldedatum der Akteure Mustafa Ölge und Masum Eti einfach auf den 30. Juni 2012 zurückdatiert (wir berichteten). Dies ist eigentlich nicht erlaubt. Der SC Borgfeld machte damit 2010 in einem ganz ähnlich gelagerten Fall schlechte Erfahrungen: Die Abmeldung von Malte Apsel (Wechsel zum TSV St. Jürgen) war um Wochen auf das Ende der Abmeldefrist zurückdatiert worden. Der Verein bekam nach einem Einspruch des TSV Worphausen eine Geldstrafe vom Verbandssportgericht in Barsinghausen aufgebrummt.
Der TSV Worphausen machte in der Herbstserie 2012 nun erneut Bekanntschaft mit dem Verbandssportgericht. Der Verein legte nach der 3:4-Niederlage beim SV Vorwärts Buschhausen (1. Kreisklasse Osterholz) zunächst Einspruch gegen die Spielwertung ein. Die Worphauser begründeten den Einspruch mit dem nach eigener Ansicht unerlaubten Einsatz von Mustafa Ölge. Thomas Bruse vom Sportgericht des Kreisfußballverbandes Osterholz leitete den Einspruch, da es sich um eine Passangelegenheit handelt, direkt nach Barsinghausen weiter. 
„Wir haben den Einspruch dann aber zurückgezogen“, erklärte Worphausens Spartenleiter Thomas Hansmann auf Anfrage. Das Verbandssportgericht hatte den TSV Worphausen zuvor gebeten, Abstand von dem Einspruch zu nehmen. „Uns wurde wegen der Kosten und der geringen Erfolgsaussichten geraten, den Einspruch zurückzuziehen“, bezog der stellvertretende Spartenleiter Marco Schlipf Stellung. Hintergrund ist die abgelaufene Frist in der Passangelegenheit im Fall von Mustafa Ölge. Demnach hätte der TSV Worphausen innerhalb von 30 Tagen gegen den Passfehler angehen müssen. Das Punktspiel SV Vorwärts Buschhausen - TSV Worphausen (4:3) fand erst am fünften Spieltag (31. August) statt. Da war die Frist laut Verband bereits abgelaufen. 


Vor zwei Jahren erfolgreich gewesen

 

Anders verhielt es sich vor über zwei Jahren. Der TSV Worphausen ging damals erfolgreich gegen die Spielwertung in der Kreisliga Osterholz gegen den TSV St. Jürgen an. Die 1:4-Niederlage vom ersten Spieltag wurde am grünen Tisch in einen 5:0-Sieg umgewandelt. Der Einspruch gegen den Einsatz des St. Jürgeners Malte Apsel, der im Juli 2010 noch für den SC Borgfeld in Freundschaftsspielen aufgelaufen war, fiel für das Verbandssportgericht noch in die Frist.
Der SV Vorwärts Buschhausen setzte Mustafa Ölge (seit 24. Juli für seinen neuen Verein spielberechtigt) in der Herbstserie 2012 regelmäßig ein. Der FC Worpswede verhielt sich defensiver, schickte Masum Eti (seit 4. August frei) erst nach einer Wartefrist ins Rennen. Die beiden Vereine sind der festen Überzeugung, sich in der Passangelegenheit korrekt verhalten zu haben. 
Trainer Torsten Plikat (SV Vorwärts Buschhausen) ist von einer ordnungsgemäßen Freigabe und Erteilung der Spielerlaubnis ausgegangen. Rüdiger Wiegand, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts Lüneburg, stützt die Auffassung. Für Wiegand ist bei einem Vereinswechsel das letzte Pflichtspiel maßgebend. Mustafa Ölge und Masum Eti standen hierbei für Barisspor am 9. Juni in einem Entscheidungsspiel auf dem Platz. „Wenn die Spielernamen aber im Juli noch in einem Spielbericht auftauchen, hat der abgebende Verein ein Problem“, erklärte Wiegand auf Anfrage der Sportredaktion. Barisspor ist das Problem nach Rückdatierung des Abmeldedatums seiner Abgänge Mustafa Ölge und Masum Eti durch den Verfall der Frist erspart geblieben.
Die Passstelle in Barsinghausen verweist seit Jahren auf der Rückseite eines Spielerpasses auf den Zusatz: „Letztes Freundschaftsspiel am: …“ Da haben die Vereine eigentlich das Datum des letzten Einsatzes in einem Nicht-Pflichtspiel für den abgebenden Verein einzutragen. Genau genommen hätte Barisspor bei Mustafa Ölge und Masum Eti ein Juli-Datum vermerken müssen. Dies wäre aber konträr zum Abmeldedatum (30. Juni) gewesen. 
Der TSV Worphausen bringt für die Erklärung des abgeschmetterten Einspruchs wenig Verständnis auf. „Dann sind die ganzen Wechselfristen hinfällig“, bekannte der stellvertretende Spartenleiter Marco Schlipf. Der Verein hatte einfach zu spät von der Passgeschichte Wind bekommen. Da war die von vorgegebene Frist bereits abgelaufen.

 

Quelle: Wümme-Zeitung, 24. November 2012

Diese Internetseite verwendet an mehreren Stellen sogenannte Cookies. Sie dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind sogenannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie Sie sie löschen können erfahren Sie in unseren Datenschutzerklärungen.

  Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite.
EU Cookie Directive Module Information